Theater hören
Zu einer Audiodeskription im Theater gehören neben der Beschreibung der Handlung auch das Einführen in das Bühnen- und Kostümdesign einer Inszenierung. Kleine Details und Besonderheiten finden hier ihren Platz und können dem Publikum vorab zur Verfügung gestellt und präsentiert werden. Während der Aufführung kann die AD über einseitige Kopfhörer gehört werden. Das Einsprechen erfolgt live und in Echtzeit zum Bühnengeschehen, sodass auf Improvisationen und spontane Änderungen eingangen werden kann.
Eine Zusammenarbeit mit blinden und sehbehinderten Kolleg*innen ist ein unverzichtbarer Teil einer modernen Audiodeskription. Als Ko-Autorinnen oder Redakteur*innen bringen sie ihre Expertise ein, sodass der Schreibprozess stets ein gemeinsamer ist.
Bildbeschreibung:
Am unteren Rand des Bildes ist der technische Aufbau erkennbar, der für das Sprechen einer Audiodeskription notwendig ist. Mittig ist ein Mischpult mit etlichen Knöpfen und Kabeln aufgebaut, rechts daneben mein aufgeklappter Laptop mit dem Skript. Im Bildhintergrund ist der prunkvolle Theatersaal des Berliner Ensembles. Das Bild zeigt meinen Blick aus der Sprecher*innenkabine, hinein in den Saal.
Die Tastführung
Auch die Konzeption und Durchführung einer Tastführung, darf bei einem inklusiven Theaterabend nicht fehlen. Requisiten, Kostümteile oder Bühnenelemente können hier vorab befühlt werden. Jede Tastführung hat ihre eigene Dramaturgie und wird individuell an das Stück und dessen Ausstattung angepasst.
Bildbeschreibung:
Das Bild zeigt den Bühnen- und Zuschauer*innenraum des Globes der Berliner Schaubühne. Die Bühne ist halbrund und vollständig mit einem braunen Flokatiteppich überzogen, der zu der Inszenierung Nachtland von Marius von Meyenburg gehört. Eine Besucher*innengruppe betastet den Teppich und die besondere Bühnenform.
aktuelle Projekte
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Der Wunschpunsch im Theater an der Parkaue (2024)
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Foto von (c) Jörg Brüggemann