,,Audiodeskription im Theater ist ein passgenau in das Gesamtgeschehen eingearbeiteter Kommentar, der blinden und sehbehinderten Zuschauer*innen die ausschließlich visuell wahrnehmbaren Elemente einer Aufführung präzise beschreibt. Visuelle Elemente sind Räume und Kostüme, aber auch körperliche, mimische und gestische Handlungen. Audiodeskription beschreibt alle visuellen Elemente, die für das Verständnis der Bühnenhandlung wichtig sind und hilft damit blinden und sehbehinderten Zuschauer*innen, innere Bilder und ein eigenes Verständnis der Aufführung zu entwickeln.” (Theater an der Parkaue)
Eine Zusammenarbeit mit blinden und sehbehinderten Kolleg*innen ist ein unverzichtbarer Teil einer modernen Audiodeskription. Als Ko-Autor*innen und Redakteur*innen bringen sie ihre Expertise ein, sodass der Schreibprozess stets ein gemeinsamer ist.
Was ist eine Audiodeskription?
Bildbeschreibung:
Am unteren Rand des Bildes ist der technische Aufbau erkennbar, der für das Sprechen einer Audiodeskription notwendig ist. Mittig ist ein Mischpult mit verschiedenen Knöpfen, Reglern und Kabeln aufgebaut, rechts daneben steht ein aufgeklappter Laptop auf dem das AD-Skript erkennbar ist. Im Bildhintergrund ist der prunkvolle Theatersaal des Berliner Ensembles. Das Bild zeigt meinen Blick aus der Sprecher*innenkabine, hinein in den Saal.
Die Tastführung
Auch die Konzeption und Durchführung einer Tastführung, darf bei einem inklusiven Theaterabend nicht fehlen. Requisiten, Kostümteile oder Bühnenelemente können hier vorab befühlt werden. Jede Tastführung hat ihre eigene Dramaturgie und wird individuell an das Stück und dessen Ausstattung angepasst.
Bildbeschreibung:
Das Bild zeigt den Bühnen- und Zuschauer*innenraum des Globes der Berliner Schaubühne. Die Bühne ist halbrund und vollständig mit einem braunen Flokatiteppich überzogen, der zu der Inszenierung Nachtland von Marius von Meyenburg gehört. Eine Besucher*innengruppe betastet den Teppich und die besondere Bühnenform.
aktuelle Projekte
Cabaret im TIPI am Kanzleramt (2026)
Warten auf Godot am berliner Ensemble (2025)
OPER OTZE AXT am Theater Bremen (2025)
Global Disability Summit LIVE-AD (2025)
Der nackte Wahnsinn am Berliner Ensemble (2024)
Der Wunschpunsch im Theater an der Parkaue (2024)
Nachtland an der Schaubühne Berlin (2023)
Richard III an der Schaubühne Berlin (2022)
Gerne erstelle ich Ihnen eine Audiodeskription für ihre Veranstaltung.
Als Mitglied des Hörfilm e.V., dem Berufsverband deutscher Audiodeskriptor*innen engagiere ich mich für die Sichtbarkeit und faire Vergütung des Berufs. Teil meines Arbeitsethos ist die Beteiligung blinder Kolleg*innen. Ich berate auch zur Konzeption udn Durchführung von Tastführung, sowie zur Kalkulation von AD-Budgets im Bereich der darstellenden Künste.
Anfrage an: anne.bickert@web.de